Piero Zanetti

               

Mit sieben Jahren begleitete ich meinen Vater in Luzern zum Fischen, es war 1967 und daher viele Jahre her. Damals war es Zapfenfischen im See und wir fingen meistens nichts. Aber die Begeisterung ist mir geblieben und 1972 habe ich meinen ersten Angelschein in der Südschweiz geschenkt bekommen und bin noch immer ein angefressener Fischer.

Anfang der 70er Jahre angelte ich mit Löffel und mit allem, was erlaubt war auf Forellen, als ich aber in den späten 80ern den ersten Fliegenfischer am Fluss gesehen habe, verliebte ich mich in diese Technik und bemühte mich als Autodidaktiker das ganze Grundwissen zu erlernen.


Ich bin dann sofort dem Fliegenfischer Club Ticino (CPMT) beigetreten und wurde dann mit 45 Jahren mit sehr großer Freude Präsident. Dazwischen habe ich die Freunde der SIM Suisse kennengelernt, die mir den “Italian Style“ (TLT) gezeigt haben und verstand sofort, dass ich in Sachen Technik noch Vieles lernen muss; beim Fliegenfischen kann und muss man immer dazu lernen. Nach vielen Stunden Arbeit und vielen Autokilometer bin ich seit 2010 Instruktor bei der SIM, und es macht mir eine sehr große Freude, bei Kursen, oder auch nur so, mein Wissen weiterzugeben.

                                                               

In der Südschweiz fische ich vorwiegend in den Flüssen und Bächen mit Trockenfliegen auf Forellen und Äschen. Mit Freunden unternehme ich aber seit über dreißig Jahren Fischerferien im Ausland, zum Beispiel Slowenien, Österreich, Schweden, Alaska, Canada, aber auch Malediven und Bahamas und hatte somit die Möglichkeit, immer mit der Fliegenrute, eine große Vielfalt von Fischen zu fangen und konnte so jedes Mal etwas dazu lernen.
In der Fliegenfischerei hat man wirklich nie ausgelernt.

Piero Zanetti