Rutenbauwerkstatt - Gerd-Peter Wieditz

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDrucken

Die Kunst des Rutenbauens - live auf der EWF 2010

Sind Sie bereits Rutenbauer und wollen sich ein paar Tipps und Tricks holen oder
spielen Sie gerade mit dem Gedanken, selbst eine Fliegenrute zu bauen?
Dann: schauen Sie dem Meister Gerd-Peter Wieditz über die Schulter
und holen Sie sich seinen fachmännischen Rat ein!


Rutenbau

Die Blütezeit der Splitcaneruten liegt hinter uns, was vor uns liegt, ist der kostspielige und zeitaufwendige Erhalt von historischer Substanz, die Weiterentwicklung und Weitergabe des handwerklichen Wissens, um den Bau von Splitcaneruten für Kunden und Kenner, die den Wert der Handarbeit zu schätzen wissen.
Die vollendete Schönheit der Rute ist nicht ausschlaggebend für ihre Ausstrahlung. Gute Rutenbauer fügen noch einiges hinzu.
Die wohlüberlegte Auswahl der Hölzer für den Rollenhalter, der elegante Abschluss vom Korkgriff zur Rute. Die passende Rutenseide zum Rollenhalter und weitere viele kleine Dinge. Die sinnvollen Details erzeugen ihre Wirkung von Anmut und Schönheit, ihr Ursprung liegt in dem Streben nach Zuverlässigkeit und der Handschrift des Rutenbauers.

In den fast 30 Jahren meiner Tätigkeit als Rutenbauer habe ich in meiner Werkstatt an der Schnittstelle zum traditionellen Handwerk, modernen Techniken und Materialien eine Menge Erfahrung mit diesen nicht immer unproblematischen Kombinationen gesammelt.Bevor ich mich als Rutenbauer an die Öffentlichkeit gewagt habe, habe ich einige Jahre in meiner Werkstatt zugebracht und nur für mich gebaut. Da ich die englische Literatur, auf Grund meiner fehlenden Englisch-Kenntnisse nicht lesen konnte, habe ich alle Fehler, die man machen konnte, durchgearbeitet und erlebt. Die „etablierten Rutenbauer“, die ich fragte, gaben mir keine Auskunft. Diese behielten ihre „Geheimnisse“ für sich. Als ich soweit war, dass ich mir sicher war, dass das, was ich mache richtig ist, habe ich mich an die Öffentlichkeit gewagt. Ich war der erste Rutenbauer im deutschsprachigen Raum, der ohne Wenn und Aber dem breiten Publikum auf großen internationalen Messen gezeigt hat, worauf es beim Rutenbauen ankommt. Dies ist nicht mit Freuden bei den „etablierten Rutenbauern“ aufgenommen worden. Ich habe mich aber nicht beirren lassen. Ich war der erste, der im deutschsprachigen Raum Kurse angeboten hat. Diese wurden durchgeführt bei der Firma Dick – Feine Werkzeuge – in Metten.
Ich habe nie Ruten für den Broterwerb gebaut.

alt

Ich baue Ruten, damit diese Kunst nicht ausstirbt.

alt

Gerd-Peter Wieditz lebt in Witten an der Ruhr. Hier begann auch sein fischereilicher Werdegang. Als er die Fliegenfischerei begann, gab es noch keine Schulen und auch keine Zeitschriften über das Fliegenfischen. Er ist in allen Belangen der Fliegenfischerei ein Autodidakt.
Gerd-Peter hat an vielen internationalen Fliegenbinde-Wettbewerben ( Slowenien, Norwegen, Quebec Kanada, Sawada Japan, um die Wichtigsten zu nennen) mit gutem Erfolg teilgenommen. Er war auf fast allen großen Shows hier in Europa als Binder eingeladen und hat dort dem Publikum seinen neuesten Bindekreationen vorgeführt. Seine Vorliebe für CDC-Fliegen erwachte, als er 1990 in Slowenien Marjan Fratnik kennen lernte und dieser ihm die Vorzüge der CDC-Fliegen erklärte und nahe brachte. Auch heute noch hat er regen schriftlichen Kontakt mit Marjan. Einige seiner Fliegen sind in verschiedenen Fischereimuseen (Jagd & Fischereimuseum München, Cushner Museum, Florenc / Oregon) ausgestellt. Auch haben verschiedene seiner Fliegen Einzug in die Literatur gehalten (Tying & Fishing The Nymph von Taff Price).
Gerd-Peter hat für verschiedene Publikationen hier in Europa Berichte verfasst und veröffentlicht (Der Fliegenfischer, Fly Only, Flugfiske in Norden). 16 Jahre hat er den Fliegenfischerstand auf der Messe in Dortmund (größte Angelmesse Europas) organisiert und betreut. Auf Grund seiner guten Connection hat er immer wieder Binder von internationaler Größe auf diesen Stand verpflichten können.