Siegfried Urchs
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geb. 12.08.1939 in Zautig / Sächs.Schweiz In meiner Jugend wurde ich mit einer Naturverbundenheit erzogen. Meinen Großvater, der Förster war, durfte ich des öfteren auf die Jagd begleiten. Da mich aber die Unterwasserfauna mehr interessierte, fischte ich schon sehr früh - natürlich illegal „versteht sich „ - in Bächen und Flüssen der Region. Während der Kriegswirren und danach, waren andere Aktivitäten angesagt. Durch die Bundeswehr/Luftwaffe kam ich 1958 nach Bayern. In der Kreisstadt Fürstenfeldbruck fand ich einen neuen Lebensmittelpunkt. Auf Grund der geografischen Lage im Voralpenland hatte ich, was die Fischerei anbelangt, ein weitläufiges Betätigungsfeld. Flüsse, Seen, Berge - alles vor der Haustüre. |
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Ich hatte bald einen gleichgesinnten Freundeskreis und trat den Fischereiverein D´Wörthseefischer “ ein. Am Anfang praktizierte ich die herkömmliche Art, wie Grund-,Stipp-und Spinnfischen. Erst 1975 kam ich zur Fliegenfischerei. Durch meinen Freund Hermann Vater, der bei Hans Gebetsroither, dem Mentor der Fliegenfischerei an der Gmundner Traun, seinen Wurfstil erlernte, machte ich meine ersten Wurfübungen. Bald stellte ich fest und kam zu der Ansicht, dass die Fliegenfischerei die schönste und waidgerechteste Art zu fischen ist - und dabei blieb ich bis heute. Es dauerte nicht lange und es kam der Wunsch, mit einer selbstgebundenen Fliege einen Fisch zu fangen. Seit diesem Zeitpunkt binde ich meine Fliegen selbst. Durch einschlägige Literatur, auch international, und die Beobachtungen in der Natur am Wasser eignete ich mir fundamentiertes Wissen der Insektenkunde ( Entomologie ) an, das mir beim Fliegenbinden und -fischen zum Vorteil wurde.
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Ich fische überwiegend an meinen Hausgewässern wie Amper, Maisach, Isar, Weiße Traun und Paar. In Österreich machten meine Fliegen Bekanntschaft mit den Fischen der Gmundner Traun und der Ager, sowie Mürz, Mühlheimer Ache, Grosse Mühl, Drau und Gail. In Slowenien und Kroatien fischte ich an der Sava Bohinka, Soca, Krka, Kupa, Una Unec und Neretva. In Südtirol - eine Herausforderung für Fliegenfischer - die Passer, Talfer, Etsch und Falschauerbach. In Irland war es sehr interessant mit der „Blow-Line“ zu fischen, auf den Loughs wie Corrib, Mask, Melvin, in den Flüssen wie Bandouragha, Eriff, Bandrows, Erne und Moy. Auch im östlichen Kanada (Labrador) Neuseeland und Australien warf ich meine Fliegenschnur aus. Doch die grosse Herausforderung für mich sind immer noch die heiklen Äschen der Gmundner Traun. Jedes Jahr fahre ich einmal zu den „Freunden der Gmundner Traun“, bei denen ich auch Mitglied bin - sogar ein Mann der ersten Stunde. Im Novemer 2002 wurde von mehreren Fliegenfischern und von mir im Verein „D´Wörthseefischer“ e.V. ein Treffen für Fliegenfischer gegründet. (www.fliegenfischertreff-fario.de ) Dieser „Fliegenfischer-Treff“ findet einmal im Monat statt.Das regelmäßige Treffen soll als Interessengemeinschaft und Arbeitsgruppe von Freunden der Fischwaid und Naturliebhaber verstanden werden, um Kenntnisse der Fliegenfischerei zu vertiefen und Erfahrungen unter den einzelnen Teilnehmern auszutauschen. Folgende Themen werden an den Abenden behandelt: Für Fragen über das Fliegenfischen und -binden stehe ich immer zur Verfügung und halte „nichts hinter dem Berg". |
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